Nachdem in den nächsten Tagen keine Auswärts-Termine anstehen, wird es Zeit für mein erstes längeres Fasten in 2026, um die überflüssigen Feiertags-Pfunde gleich wieder abzubauen. Um 20:00 Uhr habe ich die Stoppuhr gestartet und wenn alles klappt, werde ich in den nächsten 72 Stunden ausschließlich Wasser, ungesüßten Kaffee oder Tee und eventuell Fleischbrühe zu mir nehmen. Je nachdem, wie viele Kohlenhydrate an den Tagen vor dem Fasten gegessen wurden (also wie voll diese Speicher zu Beginn des Fastens sind), lassen sich pro vollem Fastentag 200 – 250 Gramm Fett abbauen. Hat man nach den 72 Stunden mehr als 750 Gramm Gewicht verloren, dann handelt es sich hierbei um Verlust von Wasser, welches z. B. zum Speichern von Kohlenhydraten benötigt wird und sich wieder auffüllt, wenn wieder gegessen wird. Also nicht enttäuscht sein, wenn ein Teil des Gewichtsverlustes sofort nach Ende des Fastens wieder zurück kommt!

An solche längeren Fastenphasen tastet man sich am besten langsam heran, indem man z. B. mit Intervallfasten 16:8 (16 Stunden über Nacht Fasten und dann in einem Zeitfenster von 8 Stunden 2-3 Mahlzeiten essen) beginnt. Wenn das gut klappt, dann kann man die Fastendauer auch langsam an 2-3 Tagen pro Woche auf 24 Stunden ausweiten – also über den ganzen Tag Frühstück und Mittagessen ausfallen lassen und nur ein Abendessen zu sich nehmen, bevor man dann mal 36 Stunden probiert.

Wenn man sich als gesunder Mensch sofort in ein langfristiges Fasten stürzen will, dann geht das natürlich schon – am besten macht man das dann aber in einer Gruppe mit einem erfahrenen Fastenbegleiter, denn das durchzuhalten ist schon eine Herausforderung! Die Gruppe unterstützt das Durchhalten und der Fastenbegleiter kann einem unbekannte Reaktionen des eigenen Körpers erklären (und auch erkennen, wann es vielleicht besser wäre vor Erreichen des gesteckten Zeitzieles abzubrechen)

Achtung: Wer Medikamente gegen Diabetes oder Bluthochdruck einnimmt, muss unbedingt VOR dem ersten längerfristigen Fasten mit seinem behandelnden Arzt besprechen, wie diese Medikamente an Fastentagen angepasst werden müssen, damit es nicht aufgrund von Übermedikation zu lebensbedrohlichem Unterzucker oder zu Schwindel und Stürzen aufgrund zu niedrigem Blutdruck kommt. Blutzucker und Blutdruck sollten an einem Fasten-Tag auch engmaschig überwacht werden!